Peer Gynt - 12.Klasse (2007/08)

peer-gynt-teaser Die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Freiburg-Wiehre spielt am 22., 23. und 24. Februar 2008 das Theaterstück "Peer Gynt" von Henrik Ibsen.

In vier intensiven Probewochen, für die Klassengemeinschaft eine wertvolle Erfahrung, studieren sie dieses ein.

Die Schüler organisierten zum größten Teil alles selbst, sei es die Technik, das Bühnenbild, die Öffentlichkeitsarbeit, die Musik etc.

Die Schüler sind nicht nur mit dem nötigen Ernst bei der Sache, sondern haben auch viel Spaß an der Arbeit. Eine besondere Herausforderung, die von der Klasse gerne angenommen wurde.

Das auf ca. 2 Stunden gekürzte Stück wird von den Schülern modern inszeniert, so wird z. B. nicht nur auf klassische Instrumente gesetzt, sondern auch auf E–Gitarre und Schlagzeug.

Das was die Schüler in diesen vier intensiven Probewochen alles Positives geleistet haben wird sich sicher auch auf die Aufführungen übertragen und so können alle Gäste auf das Klassenspiel der 12. Klasse gespannt sein.

 

Artikel bei Fudder:

Peer Gynt: Probenbesuch in der Waldorfschule Freiburg-Wiehre

 

Zum Stück:

Peer Gynt wächst im Gudbrandtstal in Norwegen heran. Sein Vater hat den ehemals stattlichen Hof heruntergewirtschaftet. Peer und seine Mutter Aase haben ein kümmerliches Auskommen. Statt mit seiner Kraft den Hof zu bestellen und durch die Heirat mit Ingrid, der Tochter des reichen Haegstadbauern, den alten Wohlstand wieder herzustellen, treibt sich Peer in den Bergen herum und tischt seiner Mutter phantastische Lügengeschichten auf. Er will mindestens König von England, wenn nicht gar Kaiser werden. „Peer, du lügst!“, sind denn auch die Worte, mit denen Aase den Eingangsdialog eröffnet. Und prahlend und lügend tritt Peer dann auch als ungeladener Gast auf Ingrids Hochzeit auf und erntet Spott und Gelächter. Bevor Peer die Braut ent- und verführt, trifft er auf Solvejg, ein Mädchen aus dem Dorf, deren reine Ausstrahlung ihn zutiefst anrührt.

Nach dem Brautraub lebt Peer in der Verbannung. Er lässt sich in den Bergen mit drei Säterinnen ein und mit „der Grünen“, der Tochter des Trollkönigs. In der untersinnlichen Welt lernt Peer vom Dovre-Alten den Unterschied zwischen Mensch und Troll:

„Draußen im Sonnenstrahl ruft man sich zu
Als heimlichste Weisheit: ‚Mensch, sei Du!’
Hier aber unter uns Trollen heißt klug
Geredet: ‚Troll, sei Du – Dir genug’.“

Davor, dass er selbst zum Troll gemacht wird, rettet ihn das Läuten der Kirchenglocken. Dann muss der junge Mann sich gegen den „Großen Krummen“ behaupten. Auch hier verscheuchen Kirchenglocken die Stimmen der Finsternis (wie in Faust I).

Solvejg findet ihn im Gebirge, aber Peer kann nicht bei ihr bleiben. Er fühlt sich durch seine Vergangenheit zu unrein. Er muss in die große Welt hinaus. Davor besucht er noch seine Mutter, die er in ihrer Todesstunde antrifft.

Nachdem Peer Gynt als Kaufmann Reichtümer erworben und wieder verloren hat, treffen wir ihn als Mann mittleren Alters in der Wüste an. Er ist Prophet, was ihn keineswegs am Versuch hindert, Anitra, die Tochter eines Beduinenfürsten, ver- und entführen zu wollen. Nachdem sie ihn ausgenommen und sitzengelassen hat, beschließt er, sich als Altertumsforscher zu versuchen. Diese Lebensetappe endet damit, dass er im Irrenhaus von Kairo zum „Kaiser der Selbstsucht“ gekrönt wird (diese Etappe wurde rausgekürzt).

Als alter Mann kehrt Peer Gynt schließlich in seine Heimat zurück. Er entdeckt, dass Solvejg, die er damals verlassen hat, die ganze Zeit auf ihn gewartet hat. Nach einem Leben, das er allein mit sich beschäftigt und im Bestreben nach „Selbstverwirklichung“ verbracht hat, erkennt er nun:

„Eine, die Treue hielt, – und einer, der vergaß.
Einer, der ein Leben verspielt, – und eine, die wartend saß
O, Ernst! – Und nimmer kehrt sich das um!
O, Angst! – Hier war mein Kaisertum!“

In einer langen Nacht begegnet Peer nun allerlei sonderbaren Gestalten (am ehesten wohl als Gestalten seiner eigenen Seele zu deuten). Die erste ist der Knopfgießer, der ihn „umschmelzen“ will, weil er „nie er selbst gewesen“. Nachdem ihm „Gedanken“, „Lieder“, „Tränen“ und „Taten“ – kurz: Dinge, die er in seinem Leben zu tun versäumt hat – begegnet sind, hört er nochmals die Stimme seiner Mutter, die ihm Vorhaltungen macht. Bevor der Morgen (Pfingstmorgen!) dämmert, trifft Peer noch einmal auf den Dovre-Alten, der inzwischen aus seinem Reich verbannt ist, und er begegnet dem „Mageren“ (Allegorie des Teufels?).
Schließlich sucht er Solvejg auf, die den heimgekehrten Sünder segnet. Im Schoße dieser reinen Frau ist er vor den dunklen Gestalten der Nacht sicher.

„Ich wiege Dich, und ich wache; –
Schlaf und träum’, lieber Junge mein!“

Das sind die Worte, mit denen Solvejg das Stück beschließt.


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