Besuch bei der Freiburger Polizei-Hundestaffel (2007/08)

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Zum Abschluss der ersten Menschen- und Tierkunde-Epoche besuchte die 4. Klasse die Polizei-Hundestaffel in Freiburg-Umkirch.

Zunächst schilderten uns die Polizisten in einem Vortrag das Wesen des Hundes und seine Ausbildung zum Schutz- und Spürhund bei der Polizei.

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Nur bestimmte Hunderassen eignen sich dafür, darunter sind der Deutsche und Belgische Schäferhund, der Rottweiler, der Dobermann, der Boxer und der Terrier. Die Polizei-Hundestaffel Freiburg hält jedoch nur Deutsche und Belgische Schäferhunde. Diese sind mit den Polizisten im Schichtdienst tätig und jederzeit einsatzfähig.

 

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Von Anfang an bildet jeder Polizeihund mit einem Polizeibeamten eine feste untrennbare Einheit und lebt mit diesem rund um die Uhr in dessen Haushalt und Familie. Und hat der Polizist einmal einen freien Tag oder Ferien, so gilt das auch für seinen Hund.

 

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Die Ausbildung beginnt im ersten Lebensjahr mit einem 9-wöchigen Grundlehrgang an der Polizei-Hunde-Schule in Karlsruhe. In dieser lernt der Hund, der als Rudeltier in einer Rangordnung lebt, die Unterordnung unter den Menschen (den ihm zugeteilten Beamten) und das Befolgen der entsprechenden Befehle („Sitz!“, „Platz!“, „Steh!“, "Fass!" usw.). Auch die so genannte Fährtenarbeit und Suche ist Teil dieses Lehrganges. Dabei kommt dem Hund seine besonders fein ausgebildete Nase zugute. Ein ausgebildeter Spürhund kann dadurch z.B. bei der Durchsuchung eines Gebäudes bis zu 15 Beamte ersetzen. Die Nase eines Hundes ist so fein, dass sie auch einen unsichtbaren Blutfleck selbst dann noch auf einem Kleidungsstück erschnüffeln könnte, wenn dieses zuvor in der Waschmaschine gewaschen wurde.

 

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In der Ausbildung und Abrichtung der Hunde wird ausschließlich mit Lob und Belohnung gearbeitet. Dabei besteht die Belohnung meist in der Befriedigung des dem Hunde eigenen Spieltriebes. Dies kann z.B. durch das Spiel mit einem Stück Gartenschlauch geschehen. Das Erlernte muss allerdings nach Abschluss der Ausbildung täglich wiederholt, trainiert und weiter geübt werden.

 

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Hunde, die den ersten Lehrgang mit einer Abschlussprüfung erfolgreich bestanden haben, können in weiteren mehrwöchigen Lehrgängen zu Rauschgift-, und bei besonderer Eignung, auch zu Sprengstoff- oder Leichen-Spürhunden ausgebildet werden. Es trifft nicht zu, dass die Hunde dabei von Rauschgift abhängig gemacht würden, wie dies hin und wieder zu hören oder lesen ist. Denn schon der Verzehr kleinster Mengen Rauschgift wäre für einen Hund tödlich. Das Rauschgift, das in der Ausbildung eingesetzt wird, ist daher für den Hund unerreichbar in seinem „Lieblingspielzeug“ versteckt. Die Hunde werden auch in der Suche nach vermissten oder verschütteten Personen eingesetzt.

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Im Gegensatz jedoch zu Suchhunden, wie sie bei Erdbeben- oder Lawinenunglücken zum Einsatz kommen, sind die Polizeihunde zusätzlich als Schutzhunde ausgebildet. Das beinhaltet unter anderem die Verfolgung und Stellung flüchtender Täter. Dies wurde uns anschließend auf dem Trainingsplatz der Hundestaffel eindrucksvoll demonstriert.

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Nun kamen auch die Hunde, der Beamten zum Einsatz. Zu bestaunen war, wie diese dem Beamten mit und ohne Leine nicht von der Seite wichen und alle Kommandos buchstäblich aufs Wort befolgten. Da Hunde nur in der Nähe scharf sehen können, arbeiteten die Polizeibeamten auf Entfernung durch laute, knappe Rufkommandos. Auch Hindernisse überwanden die Polizeihunde spielend.

 

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Als schließlich einer der Beamten einen Schutzanzug überzog und dadurch in die Rolle eines „Verbrechers“ schlüpfte, stieg sofort der Erregungszustand des Hundes. Wurde er schließlich mit entsprechendem Befehl von der Leine gelassen, verfolgte er den flüchtenden „Täter“ und hatte diesen bald eingeholt. Schäferhunde können bis zu 50 km/h schnell werden.

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Davonlaufen zahlt sich also auf keinen Fall aus! Ganz im Gegenteil, bleibt der flüchtende „Täter“ nämlich stehen, wird dieser vom Hund „nur“ verbellt und in Schach gehalten. Dazu bedarf es nicht einmal eines weiteren Befehls durch den Hundeführer.

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Doch wehe der „Täter“ versucht die Flucht fortzusetzen, sofort fällt ihn der Hund an und fasst zu mit einem Biss, der dem Gewicht von bis zu 16 Zentnern (!) entspricht. Vom Flüchtenden lässt er dann erst wieder nach einem Befehl seines Führers ab.

 

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Höhepunkt der Demonstration war aber wohl, dass einer der Hunde, welcher auf das Auffinden von Sprengstoff und Schusswaffen spezialisiert war, einen kurz zuvor abgefeuerten und auf dem weiten Gelände versteckten Revolver schon nach kurzer Suche entdeckte. Während Rauschgifthunde darauf abgerichtet sind, ein entsprechendes Versteck durch Scharren mit den Pfoten anzuzeigen, legen sich Sprengstoffhunde am Fundort regungslos auf den Boden, um zum Beispiel eine Bombe nicht durch Erschütterung zur Explosion zu bringen.

 

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Ein junger Polizeihund wird für etwa € 2000,- angekauft, sein Wert steigert sich durch die Ausbildung auf bis zu € 25.000,-.

Nach 10 bis 11 Jahren sind die Hunde für den Dienst in der Hundestaffel zu alt geworden. Sie werden dann z.B. als Wachhunde an Privatpersonen abgegeben und haben sich bereits nach wenigen Wochen in die neue Umgebung eingewöhnt. Bei Interesse an einem „pensionierten“ Polizeihund kann man sich bei der Polizei-Hundestaffel in eine Liste eintragen und vormerken lassen.

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Wir danken den Polizeibeamten und ihren vierbeinigen Begleitern für den lehrreichen Vortrag und die eindrucksvolle Demonstration.

Adresse:
Autobahn-Polizeirevier Freiburg-Umkirch
Im Brunnenfeld 15
79224 Umkirch
Telefon: 0761 882-1310
Telefax: 0761 882-1106
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