Besichtigung einer Molkerei (2003/04)

Betriebsbesichtigung bei der Breisgaumilch GmbH

Ein frisches Brötchen mit Butter und mit Käse belegt, dazu ein Glas frische Milch und vielleicht noch einen Joghurt hinterher. Schon zum Frühstück kann sich einem die ganze Vielfalt der Milch und ihrer Produkte offenbaren. Milch gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln und ist dabei eines der am besten überwachten und kontrollierten überhaupt. Sie ist nicht nur der wichtigste Calciumlieferant unter den Lebensmitteln. Sie liefert auch viele fett- und wasserlösliche Vitamine, hochwertiges Milcheiweiß, leicht verdauliches Fett, Milchzucker und wichtige Mineralstoffe.

 

 

Jeder Verbraucher verzehrt in Deutschland rund 330 kg Milch und Milchprodukte pro Jahr. Doch vorher müssen Landwirte und Molkereien eine Menge Vorarbeit leisten.


Die Gründung der Freiburger Molkerei Breisgaumilch geht auf das Jahr 1930 zurück. Sie ist eine von bundesweit 150 Molkereien. In den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Molkereien und Milchzentralen in Müllheim, Emmendingen, Waldkirch und Waldshut übernommen. Anfang der 80er Jahre erfolgte der Zusammenschluss mit der Schwarzwaldmilch GmbH Offenburg, 1990 die Übernahme der Milchzentrale Lörrach. In den Werken Freiburg und Offenburg werden zusammen knapp 300 Mitarbeiter beschäftigt.

 



Die Bauern, die über zwei Genossenschaften an der Breisgaumilch beteiligt sind, sind verpflichtet, ihre Milch an die Molkerei abzugeben. Die Molkerei wiederum verpflichtet sich, den Bauern die angelieferte Milch abzunehmen. Jährlich werden hier rund 200 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet. Diese werden von täglich verkehrenden Tanksammelwagen bei über 2.000 Milchbauern (rund 40.000 Milchkühe) im Hochschwarzwald und in der Vorbergzone eingesammelt. Dabei werden täglich von jedem einzelnen Hof Qualitätsproben genommen.

 



Der Milchprüfring Baden-Württemberg e.V. unterhält als unabhängige Organisation im Werk Freiburg ein Zentrallabor, in dem die Rohmilch unmittelbar nach Anlieferung u.a. auf Reinheit, Frische, Haltbarkeit, Eiweiß- und Fettgehalt, aber auch auf pathogene Keime, Umweltgifte und Medikamentenrückstände kontrolliert wird. Diese Untersuchungsergebnisse sind maßgebend für die Qualitätsbewertung und -bezahlung. Jährlich werden hier 463.000 Qualitätskontrollen durchgeführt.

Über eine zentrale Schaltwarte fließt die Milch der Verarbeitung zu. Dabei ist Hygiene oberstes Gebot und Frische. Damit letztere erhalten bleibt, wird darauf geachtet, dass unmittelbar nach dem Melken auf dem jeweiligen Bauernhof, auf dem Transport, im Werk und schließlich bis hin zum Konsumenten die Kühlkette (4°-6°Celsius) ununterbrochen aufrechterhalten wird.

 



Die Produktion bei der Breisgaumilch ist weitgehend automatisiert. Doch nicht nur die Verfahren zur Homogenisierung, Pasteurisierung und Sterilisierung werden vollautomatisch und zentral überwacht. So kann z.B. auch eine moderne Becher-Abfüllanlage in einer einzigen Stunde bis zu 38.000 Becher Sahne, Joghurt, Sauerrahm und andere Sauermilch-Erzeugnisse abfüllen. Eigene Anlagen stellen dabei die Energieversorgung rund um die Uhr sicher. Bis zu 600.000 Liter Milch werden auf diese Weise täglich verarbeitet. Wird mehr Milch angeliefert, als abgesetzt werden kann, so wird der Rest zu Milchpulver verarbeitet. Auf jeder Stufe der Verarbeitung werden in einem betriebseigenen Labor Proben der Milch und Milchprodukte analysiert, um dadurch auch die Qualität während und nach der Verarbeitung zu gewährleisten.

 



Das Produktionsprogramm umfasst neben Frischprodukten (Milch, Sauermilch, Schlagsahne, Sauerrahm, Joghurt, Desserts, Speisequark etc.) auch Bio-Produkte (von Rohmilch ausgewählter Biohöfe: Vollmilch, Joghurt, Sahne, Quark), H-Erzeugnisse (Milch, laktosefreie Milch) und Sterilerzeugnisse (Milch, Kaffeesahne, Fruchtmilch/-molke). Die Breisgaumilch stellt nicht nur Milchprodukte her, die unter eigenem Markennamen vertrieben werden. Sie produziert auch Milch, Joghurt oder Quark für große Handelsketten unter deren Markennamen.

 



Eine entsprechende Verpackung muss in allen Fällen die Forderung erfüllen, das Lebensmittel auf dem Weg vom Hersteller zum Verbraucher vor einer Qualitätsminderung durch Umwelteinflüsse zu schützen. Außerdem sollen Wechselwirkungen zwischen dem Packstoff und dem Produkt ausgeschlossen werden. Bei der Breisgaumilch finden sowohl die Mehrweg-Verpackungen Verwendung, zu der die Glasflasche für Milch, Sahne und Joghurt gehört, als auch die Einweg-Verpackungen für Milch, Quark, Sahne und Joghurt. Die Mehrweg-Glasflaschen werden nach Entleerung und Rückgabe durch den Verbraucher von der Molkerei beim Einzelhandel abgeholt und vor dem erneuten Befüllen (bei Milchflaschen im Durchschnitt bis zu 20-mal) sorgfältig und aufwändig in großen Waschanlagen gereinigt. Dies hat zur Konsequenz, dass die Karton- und vor allem die Schlauchbeutel-Verpackungen für Milch in ihrer Öko- und Energiebilanz inzwischen durchweg besser abschneiden als die Mehrweg-Glasverpackungen.

 



Die Ein- und Auslagerung der diversen Produkte erfolgt im Werk Freiburg vollautomatisch über ein Lagerverwaltungssystem. Wie von Geisterhand werden bis zu 1.400 Paletten in einem konstant gekühlten Hochlager bewegt, geordnet, gestapelt und schließlich entnommen.

 

Der Gegenwartsbezug des Unterrichtes gewinnt ab dem 8.Schuljahr mehr und mehr an Bedeutung.

„Das Verhältnis, das sich der junge Mensch nun zu seiner Umwelt bewusst und selbstständig erringen will, verlangt ständigen Kontakt mit dem praktischen Leben und den Errungenschaften der modernen Technik.“

(E.Fucke, Grundlinien einer Pädagogik des Jugendalters, Stuttgart 1993)

 



In diesem Sinne sollte den Schülerinnen und Schülern durch den Besuch der Breisgaumilch GmbH ein Einblick in die Welt der industriellen Lebensmittelverarbeitung und -technologie ermöglicht werden. Hier konnten sie diverse Berufsbilder (z.B. Molkereifachmann/frau, milchwirtschaftliche/r Laborant/in) kennen lernen und ein Bewusstsein für den regionalen Wirtschaftsstandort entwickeln. Handelt es sich in diesem Fall, allen Globalisierungstendenzen zum Trotz, doch noch immer um ein Produkt aus der Region für die Region, das auch hier in der Region verarbeitet wird (das ist angesichts aberwitzigster Transporte kreuz und quer durch Europa gerade in der Lebensmittelbranche längst nicht mehr überall der Fall!).

Ferner kam die Bedeutung der mit der Milcherzeugung aufs engste verknüpften Landwirtschaft für die Pflege unserer Kulturlandschaft in den begleitenden Erörterungen zur Sprache.

Übrigens, hätten Sie gewusst:

  • dass 450 Liter Blut durch die Milchdrüsen einer Kuh fließen müssen, damit 1 Liter Milch entstehen kann.
  • dass im Jahre 1966 in unserer Region 12.000 Landwirte 100.000 Liter Milch am Tage produzierten und dass heute (im Jahr 2003) ungefähr ein Sechstel der Bauern (2.174 Landwirte) das Sechsfache (600.000 Liter) an Milch produzieren!
  • dass Deutschland mit 122.000 Betrieben und jährlich 27,3 Millionen Tonnen der größte Milchproduzent in der EU ist.

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